Wenn Weihnachten sich schnell anfühlt
- christiansidler

- 22. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Weihnachten – diese besondere Zeit voller Lichter, Düfte und Begegnungen – kann sich manchmal überraschend dicht und schnell anfühlen. Zwischen Geschenken, Plänen und Erwartungen passiert es leicht, dass wir mehr denken als fühlen, mehr hetzen als innehalten.
Vielleicht kennst du dieses leise Ziehen im Bauch, wenn die To-do-Liste länger wird als der Wunsch nach Ruhe. Hast du dir in solchen Momenten auch schon einen „Pause“-Knopf gewünscht – einfach, um kurz sein zu dürfen?
Im Moment sein - und was dies bewirken kann
Was wäre, wenn du dir gerade jetzt einen ganz bewussten Moment schenkst? Einen Augenblick, in dem du wirklich im Hier und Jetzt ankommst – ohne zu werten und ohne sofort weiterzudenken.
Achtsamkeit begleitet uns, seit tausenden von Jahren und ist seit Jahrzehnten ein intensives Forschungsfeld. Studien zeigen, dass das bewusste Erleben des gegenwärtigen Moments unsere Gesundheit und Zufriedenheit positiv beeinflussen kann. Umfassende Metaanalysen belegen, dass achtsamkeitsbasierte Übungen dazu beitragen, Stress, Angst und negative Stimmung zu reduzieren und das psychische Wohlbefinden zu stärken⁽¹⁾.
Das Schöne daran: Du kannst diese Präsenz selbst gestalten.
Niemand muss „perfekt“ meditieren. Es geht vielmehr darum, dein Gehirn und Körper immer wieder freundlich in den Moment zurückzubringen.
Die 5-4-3-2-1-Übung: Achtsamkeit mit allen Sinnen
Hier kommt eine einfache und wirkungsvolle Übung, die du in ein bis zwei Minuten durchführen kannst – ideal für den Alltag und besonders wohltuend in der Weihnachtszeit.
So funktioniert sie:
5 Dinge sehen
Zähle fünf Dinge auf, welche du siehst – ohne sie zu bewerten.
4 Dinge spüren
Fühle vier körperliche Empfindungen, zum Beispiel deine Füsse auf dem Boden, die Wärme deiner Hände oder die Kleidung auf deiner Haut.
3 Dinge hören
Welche Geräusche erklingen in deinem Umfeld? Vielleicht leise Musik, Stimmen in der Ferne oder vielleicht einfach nur Stille?
2 Dinge riechen oder schmecken
Was nimmst du über deine Geschmackssensoren wahr? Den Duft von Tee, Kerzen oder frischer Luft? Oder einen Geschmack auf der Zunge?
1 Gedanke oder Gefühl wahrnehmen
Was zeigt sich gerade in deinem Kopf? Nimm es an, ohne es zu bewerten.
Das Besondere an dieser Übung: Du beobachtest, statt zu urteilen. So schenkst du deinem Körper und deinem Geist einen Moment der Ruhe und des bewussten Ankommens.
Ein Moment nur für dich
Baue diese kleine Übung immer wieder in deinen Alltag ein. Sie kann deinem Tag Klarheit, Ruhe und Tiefe schenken – ganz ohne Perfektion, ganz ohne „richtig“ oder „falsch“. Vielleicht spürst du danach etwas mehr Gelassenheit, ein paar ruhigere Atemzüge oder einfach dieses warme Gefühl, wirklich da zu sein.

Wir wünschen dir von Herzen eine achtsame, entspannte und liebevolle Advents- und Weihnachtszeit – voller kleiner Momente, die dich zum Lächeln bringen und dein Herz berühren.
dein neuronuss.team
Quellen:
⁽¹⁾ Mindfulness-based stress reduction and health benefits – A meta-analysis: Diese Meta-Analyse zeigt, dass achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) bei gesunden Personen moderate Effekte auf Stress, Angst, Depression, Distress und Lebensqualität hat. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Achtsamkeit helfen kann, psychischen Stress und negative Emotionen zu reduzieren.

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